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Michael Rieder

Imkern ist das was für junge Leute???

Na klar, für Jungimker!

 

Ich kann nur beschreiben, wie ich die Lust am Imkern entdeckte, bin mir aber ziemlich sicher, dass jeder junger Mensch, der etwas mehr von der Bienenwelt erfährt, ein bisschen Begeisterung erfährt. Er muss ja nicht gleich wie ich zum Imker werden, aber das Interesse wird geweckt sein.

 

Irgendwie hatte doch jeder schon mal Kontakt mit Bienen, sei es der schmerzhafte Stich oder die "Mutprobe" als Kind, wer sich am nähesten an ein Bienenhaus traut.

 

Diese Erinnerungen und die Meinung, ein Imker muss enormes Wissen über Generationen haben und Imker sind rauchende Alleingänger, sind oft dran Schuld, das die Neugierde auf Bienen meist erst einen Anstoß braucht, um zu Erwachen.

 

Imkern ist einfach! - die einzige Grundvoraussetzung die man haben sollte ist gesunde Neugierde! Es gibt in der Imkerei kein Generationenwissen, ständig wird alles neu diskutiert und hinterfragt, das wird schon dadurch deutlich, dass in der Bienensaison fast jedes Wochenende eine Fortbildungsveranstaltung an verschiedenen Lehrbienenständen stattfindet. Dort findet man den Jungimker genauso wie die "alten Hasen" der Imkerei.

 

Heute ist die Imkerei offen, man imkert miteinander. Als Jungimker erfährt man jede Menge Unterstützung und gute Tipps, oder man kann bei einem anderem Imker seinen Honig mitschleudern oder sich Selbstgebasteltes ausleihen und nachbauen. Imker sind eine ziemlich aktive Gemeinschaft!

 

Michael Rieder

Pfaffing 4 (nähe Hittenkirchen)

83112 Frasdorf

Tel. 0172-8541553

 

Die Begeisterung für die Biene!

 

Bienenvolk sendet pro Tag ca. 10.000 Flugbienen aus.

Diese 10.000 Bienen befruchten pro Tag ca. 10 Millionen Blüten.

Eine Biene trägt pro Ausflug 50 mg Nektar nach Hause.

Sie muß 20.000 mal ausfliegen, um 1 Liter Nektar zu ernten -

1 Liter Nektrar ergibt aber nur 150 g Honig.

Für 1 Kg Honig müßte eine einzelne Biene dreimal die Erde umkreisen.

47% aller Kulturpflanzen und 85% aller Obstarten werden durch Bienen bestäubt.

Imkern im Mai

Imker im Mai

Im Mai hat der Imker am meisten Arbeit, die Frühjahrstracht ist in vollem Gange. Die Völker wollen neue Königinnen aufziehen und schwärmen.

Der Honigraum wird/ist aufgesetzt, die Schwarmzeit beginnt, die ersten Drohnen schlüpfen und die Eiablage der Königin erreicht Ihren Höhepunkt (es können bis zu 2.000 Eier täglich sein).

Im Mai darf der Imker nichts verschlafen!

 

· Honigraum aufsetzen

· Drohnenrahmen schneiden

· Ableger bilden

· Schwarmverhinderung

 

Honigraum aufsetzen

Durch das schlechte Wetter beginnt die Frühtracht heuer etwas später, aber jetzt setzt sie Blitzartig ein. Der Zeitpunkt, wann der Honigraum aufgesetzt wird, ist jedoch nicht nur vom Einsetzen der Tracht abhängig, sondern auch der Volksstärke sollte besonders beachtet werden. Sind beide Zargen besetzt und mindestens 10 bis 13 Brutwaben vorhanden, kann aufgesetzt werden.

Der Honigraum sollte vorher bereits in Ruhe hergerichtet werden, ich gebe in die Mitte eine oder zwei helle ausgebaute (noch nie bebrütete!!!) Waben und fülle den Rest mit Mittelwänden.

Am Volk den Deckel abnehmen, Rauch geben, den Wachüberbau abschaben, das Absperrgitter auflegen und den bereits vorher bestückten Honigraum aufsetzen. Dies dauert bei mir ca. 2 min pro Volk.

 

Drohnenwaben schneiden

Zur Varroabekämpfung ist es besonders wichtig nun regelmäßig die Drohnenrahmen auszuschneiden. Die Varroamilben belagern bevorzugt die Drohnenbrut, da sie dort mehr Futter vorfinden und sie sich so besser vermehren können. Durch das Ausschneiden der Drohnenrahmen kann der Befall eines Volkes in einer Saison mehr als halbiert werden. Durch den erneuten Ausbau kann der Schwarmtieb verringert werden.

Den Baurahmen an den Rand des Brutnestes hängen, oft die zweite Wabe von links oder rechts. Nie ganz an den Rand der Zarge hängen! Nach ca. 2 bis 3 Wochen den Rahmen mit verdeckelter Drohnenbrut entnehmen, das Schlüpfen der Drohen darf nicht übersehen werden! Die ausgeschnittenen Waben sollten in den nächsten Tagen eingeschmolzen werden.

Wichtig ist den Rahmen ganz auszuschneiden. Besonders ganz oben wird oft ein kleiner Rand gelassen, damit kein neuer Anfangsstreifen eingesetzt werden muss. Forschungen haben jedoch ergeben, dass sich gerade dort am meisten Milben befinden! Das Anbringen eines neuen Anfangsstreifens rentiert sich also. Für den Anfangstreifen empfehle ich keine normalen Mittelwände zu verwenden, sondern die gößeren "Drohnenmittelwände" mit ca. 1-2 cm einzusetzen.

 

Ableger bilden

Im Mai werden die ersten Ableger gebildet. Das Thema Ablegerbildung ist so umfangreich, dass ich hier seitenweise schreiben könnte. Da dies aber das ganze Jahr über ein Thema bleibt, wird einer von uns bald eine eigene Rubrik darüber eröffnen.

 

Schwarmverhinderung

Jetzt beginnt die Schwarmzeit, der Imker kann den Schwarmtrieb nicht verhindern aber er kann ihn dämpfen. Geben sie den Völkern genügend "Beschäftigung". Bienen wollen bauen, geben sie ihnen dazu genügend Möglichkeit. Erweitern sie rechtzeitig! Ich kontrolliere in einem Abstand von ca. 10 Tagen regelmäßig die Völker auf Weiselzellen. Dazu wird zwischen die erste und zweite Brutraumzarge durch Kippen der 2. Zarge nach Weiselzellen gesucht. Sind zwischen den Bruträumen keine zu entdecken, so herrscht in der Regel auch keine Schwarmstimmung. Die Schwarmstimmung kann besonders durch rechtzeitiges Schröpfen der Völker (Drohnenrahmen schneiden und Ableger bilden) gedämpft werden.

Imkern im Juni

Imker im Juni

Jetzt kommt der Monat mit den längsten Tagen des Jahres. Alles Wachstum in der Natur erreicht seinen Höhepunkt. Haben sich die Völker bis jetzt kontinuierlich Entwickelt, d.h. vor allem ohne Schwarmtrieb, so erreichen sie nun den Höhepunkt ihrer Volksstärke (bis zu 60.000 Bienen). Sie besetzen in der Regel zwei Bruträume und einen Honigraum. Wer unter den heuer äußerst schlechten Bedingungen doch genügend Blütenhonig in den Völkern hat schleudert diesen im Juni. Schwarmkontrolle ist auch im Juni angesagt!

 

Schwärmen verhindern

Schwärme fangen

Drohnenrahmen schneiden

Verjüngung einleiten/Ableger bilden

Königinnen züchten/Belegstellen beschicken

 

Schwärme verhindern

Ich kontrolliere in einem Abstand von ca. 10 Tagen regelmäßig die Völker auf Weiselzellen. Dazu wird zwischen die erste und zweite Brutraumzarge durch Kippen der 2. Zarge nach Weiselzellen gesucht. Sind zwischen den Bruträumen keine zu entdecken, so herrscht in der Regel auch keine Schwarmstimmung. Die Schwarmstimmung kann besonders durch rechtzeitiges Schröpfen der Völker (Drohnenrahmen schneiden und Ableger bilden) gedämpft werden.

 

Schwärme fangen

Schwärm ziehen meist zwischen 11.30 und 12.30 aus. Es ist ein Schauspiel der Natur! Im Allgemeinen lassen sie sich nicht weit vom ursprünglichen Stand an einem Ast, Dachrinne, Zaunpfosten oder ähnlichem nieder. Meist bleibt der Schwarm dort bis zum nächsten Tag sitzen, es sei denn, störende Faktoren treten auf. Der Imker sollte also den Schwarm abends oder am nächsten morgen einfange. Es hilft, den Schwarm einfach mit Wasser zu besprühen (mit Sprühkopf z.B. von Festerputzmitteln) Macht man dies mehrmals am Tag, so kann man fast sicher sein, dass der Schwarm abends noch da ist und man ihn in Ruhe fangen kann.

Wie einfach es ist einen Schwarm zu fangen hängt ganz davon ab wo er sitzt. Hängt er an einem Ast so ist es meist kein Problem den Schwarm in eine Schwarmfangkiste oder Sack zu schütteln und zu kehren. Ist die Königin erst einmal gefangen, so folgt der Rest von selbst. Ich lasse die Schwarmfangkiste mit einer Öffnung am Unterboden unter dem Fangplatz immer bis abends stehen, damit auch die abgeflogenen Bienen zu ihrem neu gegründetem Volk zurückkehren können. Ist der Kasten abends leer, so kann man sicher sein die Königin nicht erwischt zu haben. Der Schwarm hängt in der Regel wieder an seiner alten Stelle. Nach dem Einschlagen des Schwarms in eine Beute sollte er unbedingt gleich auf Varroa behandelt werden.

 

Drohnenrahmen schneiden:

Den Baurahmen an den Rand des Brutnestes hängen, oft die zweite Wabe von links oder rechts. Nie ganz an den Rand der Zarge hängen! Nach ca. 2 bis 3 Wochen den Rahmen mit verdeckelter Drohnenbrut entnehmen, das Schlüpfen der Drohen darf nicht übersehen werden! Die ausgeschnittenen Waben sollten in den nächsten Tagen ausgeschnitten werden.

Wichtig ist den Rahmen ganz auszuschneiden. Besonders ganz oben wird oft ein kleiner Rand gelassen, damit kein neuer Anfangsstreifen eingesetzt werden muss. Forschungen haben jedoch ergeben, dass sich gerade dort am meisten Milben befinden! Das Anbringen eines neuen Anfangsstreifens rentiert sich also.

 

Jungvölker und Königinnenzucht

Das Thema Ablegerbildung und Königinnenzucht ist so umfangreich und speziefisch, dass ich hier Seitenweise schreiben könnte. Da dies aber das ganze Jahr über ein Thema bleibt, wird einer von uns bald eine eigene Rubrik darüber eröffnen. Beachten Sie dazu auch die Angebote aus dem Jahresprogramm an den Lehrbienenständen.

Imkern im Juli

Imker im Juli

Endlich - der Höhepunkt im Bienenjahr ist gekommen! Es wird geschleudert!

Sicherlich wurde besonders in letzter Zeit viel über die Tracht "diskutiert" und alles genau beobachtet. Jetzt ist es soweit, die Waben sind verdeckelt und wir schleudern.

 

Honig schleudern

Varroa behandeln

 

  

Honig schleudern

Es war bei mir schon so weit. Hier ein paar Eindrücke:

 


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