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Meine Betriebsweise

Meine Betriebsweise mit dem Erlanger Magazin

Die Erlanger Magazinbeute

 

Erlanger Magazinbeute, lange bewährt und hochaktuell

 

Die Erlanger Magazinbeute (EMB) ist ein Entwicklung der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen (heute: Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim). In ihren Anfängen geht sie bis auf die von Prof. Zander 1911/12 entwickelte Beute mit dem Wabenmaß „Zander“ zurück. Aus dem Internet www.lwg.bayern.de/bienen/ kann eine Bauanleitung herunter geladen werden. Sie ist eine der modernsten Beuten auf dem Markt.

 

Die EMB vereinigt in sich alle Teile, die zum Imkern notwendig sind: Boden, drei Zargen, Futtereinrichtung und Deckel. Bei der Entwicklung der Böden hat sich seit dem Aufkommen der Varroamilbe vieles getan. Der heutige Boden muss es dem Imker ermöglichen, die Kontrolle der Varroose und die entsprechende Behandlung möglichst einfach und ohne direkten Kontakt zu den Bienen durchzuführen. Darum wurde ein Boden mit Gitter und Schieber zum Herausziehen der Varroawindel entwickelt. Dieser offene Gitterboden ist auch sehr günstig für die trockene, gesunde Überwinterung der Bienen, und die Randwaben verschimmeln weniger.

 

Die Kastenwände sind aus 27 mm Fichten-Massivholz (Weymuthskiefer ist leichter). Der Deckel ist mit 30 mm Styropor wärmegedämmt. Das Bodengitter besteht wegen der Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe mit verschiedenen Säuren aus Edelstahl. Statt der teuren Lochblechplatte aus Edelstahl kann man auch ein Edelstahlgitter einbauen. Da die Beute in der Regel im Freien steht, braucht sie einen Außenanstrich, aber kein Bienenhaus. Eine Abdeckung zum Schutz gegen Sonne, Regen und Schnee ist aber sinnvoll.

 

In den beiden unteren Zargen befindet sich der Brutraum der Bienen. In jeder Zarge finden neun Rähmchen im Zandermaß von 20 x 40 cm Platz. Der oben aufgesetzte Honigraum ist durch ein Absperrgitter vom Brutraum getrennt, so dass die Königin und die Drohnen nicht in den Honigraum gelangen können. Für bestimmte imkerliche Maßnahmen (Füttern, Ablegerbildung, Vereinigung von Völkern, Schwarmvorwegnahme durch Volksteilung) gibt es noch ein Trenn- oder Duftgitter, das bienenundurchlässig ist. Verwendet man zur Honigernte eine Bienenflucht, verlassen die Bienen von selbst den Honigraum, weil sie dem Königinduft folgen. Sie müssen also nicht abgekehrt oder ausgeblasen werden. Das Verfahren wirkt in trachtloser Zeit auch der Räubereigefahr entgegen. Allerdings darf keinerlei Brut im Honigraum sein, sonst bleiben die Bienen auf ihr sitzen und ziehen nicht nach unten.

 

Für die EMB gibt es eine Reihe von Zusatzgeräten, die Arbeit mit den Bienen erleichtern. Das sind zum Beispiel das Futtergeschirr zum bienenfreien Füttern, der Versorger zum Füttern und Unterbringen von Apidea-Rähmchen aus den Begattungskästchen und der Viererboden zur Königinnenzucht und zur Ablegerbildung. Auch wenn unter dem Anspruch, einfach zu imkern der Futtertrog überflüssig sein soll, leistet er dennoch gute Dienste. Man kann mit ihm sowohl mit Futterteig als auch flüssig füttern. Man braucht als Besitzer eines Futtertrogs keine Leerzarge für den Futtereimer. Wer aus Gewichtsgründen der Zargen oder um Sortenhonige zu ernten mit kleinen Honigräumen arbeitet, müsste wegen der Futtereimer extra größere Zargen vorhalten. Das Flugloch lässt sich durch einen Flugkeil verkleinern, zum Schutz gegen Räuberei oder Mäuse und zum Wandern ganz verschließen. Im Winter drehe ich den Flugkeil mit der Öffnung so nach oben, dass der Totenfall der Bienen den Ausgang nicht verstopfen kann.

 

Das Besondere an der EMB sind die Kippbeschläge, die es erlauben, zur Schwarmkontrolle die beiden Bruträume voneinander zu trennen, ohne einzelne Magazinteile abzuheben. Wenn man aber die Zargen abheben muss, ist das Wiederaufsetzen durch die Kippbeschläge und die seitlichen Profile einfach möglich. Auch schwere Zargen werden mit Hilfe der Kippung sicher aufgesetzt. Man lässt dann die Zarge mit einer Hand langsam ab und mit der anderen fegt man die letzten Bienen von der Auflage. Dadurch vermeidet man, dass Bienen gequetscht werden. Zur Wanderung oder zum Transport der Bienen braucht man keinen zusätzlichen Wandergurt, um die Beute zusammen zu halten. Durch Kippbeschläge, Nut der Seitenwände und Exzenter-Verschluss kann nicht das Geringste verrutschen oder gar aufgehen. Auch der Bodenbrettwechsel und die Reinigung der Beute durch Abflammen sind sehr einfach.

 

Unter dem Strich halte ich im Vergleich mit einer Einfachbeute den Mehraufwand beim Beutenbau für gerechtfertigt, weil man viele Jahre lang ein sicheres Arbeiten damit hat. Das zieht sich bis in den Schleuderraum, wenn die Zargen hoch aufeinander gestapelt werden müssen. Ich möchte die Vorteile in der Summe nicht mehr missen. Die gesamte Betriebsweise ist in dem Buch von Karl Weiß „Der Wochenendimker“, Kosmosverlag, ausführlich beschrieben.

Bei mir stehen immer 2 Völker nebeneinander mit einer zusätzlichen Abdeckung zum Schutz vor Regen und Sonne


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