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Imkern im Juni

Imker im Juni

Jetzt kommt der Monat mit den längsten Tagen des Jahres. Alles Wachstum in der Natur erreicht seinen Höhepunkt. Haben sich die Völker bis jetzt kontinuierlich Entwickelt, d.h. vor allem ohne Schwarmtrieb, so erreichen sie nun den Höhepunkt ihrer Volksstärke (bis zu 60.000 Bienen). Sie besetzen in der Regel zwei Bruträume und einen Honigraum. Wer unter den heuer äußerst schlechten Bedingungen doch genügend Blütenhonig in den Völkern hat schleudert diesen im Juni. Schwarmkontrolle ist auch im Juni angesagt!

 

Schwärmen verhindern

Schwärme fangen

Drohnenrahmen schneiden

Verjüngung einleiten/Ableger bilden

Königinnen züchten/Belegstellen beschicken

 

Schwärme verhindern

Ich kontrolliere in einem Abstand von ca. 10 Tagen regelmäßig die Völker auf Weiselzellen. Dazu wird zwischen die erste und zweite Brutraumzarge durch Kippen der 2. Zarge nach Weiselzellen gesucht. Sind zwischen den Bruträumen keine zu entdecken, so herrscht in der Regel auch keine Schwarmstimmung. Die Schwarmstimmung kann besonders durch rechtzeitiges Schröpfen der Völker (Drohnenrahmen schneiden und Ableger bilden) gedämpft werden.

 

Schwärme fangen

Schwärm ziehen meist zwischen 11.30 und 12.30 aus. Es ist ein Schauspiel der Natur! Im Allgemeinen lassen sie sich nicht weit vom ursprünglichen Stand an einem Ast, Dachrinne, Zaunpfosten oder ähnlichem nieder. Meist bleibt der Schwarm dort bis zum nächsten Tag sitzen, es sei denn, störende Faktoren treten auf. Der Imker sollte also den Schwarm abends oder am nächsten morgen einfange. Es hilft, den Schwarm einfach mit Wasser zu besprühen (mit Sprühkopf z.B. von Festerputzmitteln) Macht man dies mehrmals am Tag, so kann man fast sicher sein, dass der Schwarm abends noch da ist und man ihn in Ruhe fangen kann.

Wie einfach es ist einen Schwarm zu fangen hängt ganz davon ab wo er sitzt. Hängt er an einem Ast so ist es meist kein Problem den Schwarm in eine Schwarmfangkiste oder Sack zu schütteln und zu kehren. Ist die Königin erst einmal gefangen, so folgt der Rest von selbst. Ich lasse die Schwarmfangkiste mit einer Öffnung am Unterboden unter dem Fangplatz immer bis abends stehen, damit auch die abgeflogenen Bienen zu ihrem neu gegründetem Volk zurückkehren können. Ist der Kasten abends leer, so kann man sicher sein die Königin nicht erwischt zu haben. Der Schwarm hängt in der Regel wieder an seiner alten Stelle. Nach dem Einschlagen des Schwarms in eine Beute sollte er unbedingt gleich auf Varroa behandelt werden.

 

Drohnenrahmen schneiden:

Den Baurahmen an den Rand des Brutnestes hängen, oft die zweite Wabe von links oder rechts. Nie ganz an den Rand der Zarge hängen! Nach ca. 2 bis 3 Wochen den Rahmen mit verdeckelter Drohnenbrut entnehmen, das Schlüpfen der Drohen darf nicht übersehen werden! Die ausgeschnittenen Waben sollten in den nächsten Tagen ausgeschnitten werden.

Wichtig ist den Rahmen ganz auszuschneiden. Besonders ganz oben wird oft ein kleiner Rand gelassen, damit kein neuer Anfangsstreifen eingesetzt werden muss. Forschungen haben jedoch ergeben, dass sich gerade dort am meisten Milben befinden! Das Anbringen eines neuen Anfangsstreifens rentiert sich also.

 

Jungvölker und Königinnenzucht

Das Thema Ablegerbildung und Königinnenzucht ist so umfangreich und speziefisch, dass ich hier Seitenweise schreiben könnte. Da dies aber das ganze Jahr über ein Thema bleibt, wird einer von uns bald eine eigene Rubrik darüber eröffnen. Beachten Sie dazu auch die Angebote aus dem Jahresprogramm an den Lehrbienenständen.


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